Meine persönliche Buchempfehlung

Deine persönliche Buchempfehlung

Hast Du ein tolles Buch zu irgendeinem Thema gelesen? Möchtest Du es anderen DCL-Leseratten schmackhaft machen? Dann schreib Deine Buchempfehlung an unsere Bibliothekarin:

Gisela Klostermann > gisela.klostermann@gmx.ch

Empfehlung Peter Frei (22.2.2021, DCL-Mitglied)

Meine Frau und ich sind 2002 ins Tessin gekommen, anfänglich überˋs Wochenende mit laufender Ausweitung der Aufenthaltstage. Vor 10 Jahren haben wir uns hier fest niedergelassen. Die folgenden drei Bücher sind alle in dieser Zeit entstanden und die Geschichten spielen sich immer im Spannungsfeld Tessin und Deutschschweiz ab. Peter Frei

Jolanda Frei-Muscettta

Entgleist

 

Basel: Friedrich Reinhardt, 2014

Inhaltsangaben

Der Journalist Alessandro führt in Locarno ein sorgloses Leben mit seiner Familie, als seine Mutter stirbt und ihm ein handgeschriebenes Tagebuch hinterlässt. Alessandro erfährt, dass er nicht das leibliche Kind seiner Mutter ist und sein bisheriges Leben auf einer falschen Identität aufgebaut war.

Wer wäre er heute, wenn er als der aufgewachsen wäre, als der er geboren wurde? Auf der Suche nach seinen Wurzeln reist Alessandro in die Ostschweiz, wo sein leiblicher Vater inzwischen ein zurückgezogenes Leben führt, und gerät dabei mehr und mehr aus der Bahn. Es scheint für ihn nur noch eine Möglichkeit zu geben: ein Leben weiterzuleben, von dem er bislang nichts gewusst hat.

Empfehlung Peter Frei (22.2.2021, DCL-Mitglied)

Jolanda Frei

Blinde Wut

 

Books on Demand, 2012

Inhaltsangaben

Blinde Wut ist die Geschichte der seit Geburt blinden Rahel, die, aufgewachsen in einem Bündner Bergdorf, sich nach jahrelangen Misshandlungen und Demütigungen durch eine ebenso hilflose

wie brutale Tat in einem Tessiner Tal die Chance für ein selbst bestimmtes Leben schafft.

Empfehlung Peter Frei (22.2.2021, DCL-Mitglied)

Jolanda Frei

Der Tessiner

 

Books on Demand, 2010

Inhaltsangaben

Jolanda Frei, die Zürcher Schriftstellerin, erklärt in ihrem Roman «Der Tessiner» feinfühlig, kompetent und spannend die Realität unserer verschiedenen Teile der Schweiz,

der Süden und der Norden, einander so nah und immer wieder, immer wieder doch so fern … Marco Solari

Empfehlung Erwin Roth ( 23.2.2021, DCL-Mitglied)

Erwin Roth 

Mit Bergschuh und Krawatte

 

Kleine Geschichten von grossen Bergen, Betrieben und Problemen
Tredition, 2013

Inhaltsangaben

Das Buch beginnt am Steintisch vor einem Rustico im Val Verzasca und endet auch dort („…Sachte fielen die letzten Ahornblätter auf den Steintisch herab.“, letzter Satz des Buches). Dazwischen spielt sich kaleidoskopartig das Leben des Autors ab.

Spannende Bergfahrten und persönliche Erlebnisse sowie gesellschaftliche, politische, ökonomische und religiöse Dialoge wechseln sich ab. Dazwischen kehrt der Autor immer wieder ins Tessin zurück, um das Rustico zu erwerben und auszubauen, die Bergwelt zu erkunden, sich im Tessin niederzulassen und wieder zu gehen. Besondere Bedeutung erhalten die Erlebnisse mit den Enkeln im Tessin. Und auf dem höchsten Berg der zentralen Tessiner Alpen hat er eine denkwürdige Begegnung.

 

Empfehlung Kurt Wenger (18.2.2021)

Diese handliche informative Beschreibung hat mich in das spannende Leben von Alma Mahler-Werfel geführt.

Astrid Seele

Alma Mahler-Werfel

 

rororo TB, Monographien, 2001

Inhaltsangaben

Alma Mahler-Werfel gehört zu den faszinierendsten Frauen des 20. Jahrhunderts, ganz gleich, ob man sie für eine raffinierte Verführerin, eine vor der Zeit emanzipierte Frau oder ein Anhängsel berühmter Männer hält.
Aber in wen haben sich Gustav Klimt, Gustav Mahler, Oskar Kokoschka, Walter Gropius, Franz Werfel, Friedrich Torberg und der katholische Geistliche Johannes Hollnsteiner eigentlich verliebt? 
Bedeutete Erfolg bei Männern auch Lebensglück?

 

Empfehlung Monica Siegenthaler (17.2.2021)

„Das Werk des Schweden Stieg Larsson macht süchtig“ Die Zeit

Stieg Larsson

Verblendung 

 

Krimi, Millennium-Trilogie 1
München: Heyne TB, 2015

Inhaltsangaben

Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt.
Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander im Auftrag des Onkels recherchieren. Was sie in der vangerschen Familiengeschichte zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. 

 

Empfehlung Monica Siegenthaler (17.2.2021)

Stieg Larsson

Verdammnis

 

Krimi, Millennium-Trilogie 2
München: Heyne TB, 2015

Inhaltsangaben

Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, die Hintermänner bekleiden höchste Regierungsämter. Als sein Informant tot aufgefunden wird,
fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt.

 

Empfehlung Monica Siegenthaler (17.2.2021)

Stieg Larsson

Vergebung 

 

Krimi, Millennium-Trilogie 3
München: Heyne TB, 2015

Inhaltsangaben

Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht.
Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte. Nach „Verblendung“ und „Verdammnis“ der grandiose Höhepunkt der Trilogie um das Ermittlerduo Blomkvist und Salander.

 

Empfehlung Susanna Bamert (13.2.2021)

Leute wie ich, im reiferen Alter, interessieren sich bekannterweise für das Woher, das Warum und die Zukunft – eben die weltumfassende Geschichte.

Yuval Noah Harari

Eine kurze Geschichte der Menschheit

 

Pantheon, 2015

Inhaltsangaben

Wie haben wir, Homo Sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum liessen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche?
Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Lauf der Jahrtausende glücklicher gemacht?
Kommentar Susanna Bamert
Das Buch von Yuval Noah Harari fesselt mit den meisterhaft beschriebenen historischen Ereignissen allumspannend von der Zeit des Homo sapiens bis zum heutigen Tag. Neue Erkenntnisse im Zusammenhang der Religionen fehlen genau so wenig wie altbekanntes Wissen. Meisterhaft versteht er Geschehnisse in Verbindung mit geschichtlichen Entwicklungen zu beschreiben. Gut verständlich und mit viel Ironie geschrieben.

 

Empfehlung Susanna Bamert (13.2.2021)

Leute wie ich, im reiferen Alter, interessieren sich bekannterweise für das Woher, das Warum und die Zukunft – eben die weltumfassende Geschichte.

Ferguson, Niall

Der Westen und der Rest der Welt

 

Die Geschichte vom Wettstreit der Kulturen
Ullstein, 2013

Inhaltsangaben

Alle reden vom Niedergang des Westens. Was aber hat seinen Aufstieg ermöglicht? Niall Ferguson beschreibt sechs »Killerapplikationen«, die dem Westen gegenüber dem Rest der Welt Überlegenheit verschafft haben:
Wettbewerb, Wissenschaft, Eigentum, Medizin, Konsum und Arbeitsmoral. Und er geht der Frage nach, ob wir gerade das Ende dieses Vorsprungs erleben, weil andere Weltregionen inzwischen genau auf diesen Gebieten besser sind als der Westen.
Kommentar Susanna Bamert
Niall Ferguson sagt man nach, er sei einer der originellsten zeitgenössischen Historiker.
Mit grosser Spannung erlebt man beim Lesen die  anregende Reise durch ein halbes Jahrhundert Weltgeschichte. Dieses Buch vermittelte mir ein besseres Verständnis dafür, was die heutige Welt bewegt.

 

Empfehlung Irene Sidler  (13.02.2021)

Colum McCann

Apeirogon

 

Hamburg: Rowohlt, 2020

Inhaltsangaben

Zwei Männer, die beide ihre Töchter bei Attentaten verloren haben, bemühen sich um Verständnis für die Seite des „Feindes“.
Wem Israelis und Palästinenser nicht gleichgültig sind, wird in diesen tausend kleineren und grösseren Kapiteln viel über Politik, Geschichte, Natur und über das tägliche schwere Leben der Menschen erfahren. McCollum zeigt nicht nur die harten Fakten, sondern zutiefst mitfühlend das Leid des kleinen Mannes.

 

Empfehlung Gisela Klostermann   (11.02.2021)
Reisen und vor allem Fernreisen sind im Moment nicht möglich. Aber mit einem abenteuerlichen Buch in den Händen können wir in Gedanken weit reisen, auch nach Afrika.

Frühstück mit Elefanten

 

Als Rangerin in Afrika; von Gesa Neitzel; Ullstein, 2016

Inhaltsangaben

Alles hinschmeißen, nach Afrika gehen und sich zur Rangerin ausbilden lassen - ist das nun unglaublich mutig oder eine Schnapsidee? Noch während Gesa darüber grübelt, landet sie kopfüber in ihrem afrikanischen Abenteuer.

Sie lernt Spurenlesen und alles über Elefanten, Gelbschnabeltokos und Sternenkunde und muss sich nicht nur einigen Prüfungen, sondern auch ihren Ängsten stellen. Sie erzählt von atemberaubenden Begegnungen mit Löwen, vom Barfußlaufen durch die Savanne, von langen Nächten unterm Sternenhimmel – und von einem Leben, das endlich richtig beginnt.

 

Empfehlung Brigitta Siegrist (11.02.2021)

Cohen Corasanti Michelle

Der Junge der vom Frieden träumte

 

Fischer Taschenbuchverlag, 2017

Inhaltsangaben

Das Buch der Autorin Michelle Cohen Corasanti hat mich berührt, aufge-wühlt und auch mit viel Hoffnung erfüllt. Auch wenn Lebenssituationen auf den ersten Blick hoffnungslos erscheinen so sind es immer wieder zwischenmenschliche Begegnungen, die uns ein sinnreiches Leben schenken.

Es gelingt Michelle Corasanti ohne einseitige Schuldzuweisung Konflikte zwischen Israel und Palästina am Schicksal einer arabischen Familie aufzuzeigen. Der Junge, Amed Hamid, ein Mathematikgenie, verliehrt trotz vielen familiären, politischen und wirtschaftlichen Tiefschlägen nie die Hoffnung und die Zuversicht auf ein Leben in Frieden. Seine innere Ueberzeugung findet die persönliche Krönung mit dem Nobelpreis zusammen mit einem israelischen Kollegen.

Empfehlung Gisela Klostermann (11.02.2021)

El-Maawi, Samira

In der Heimat meines Vaters riecht die Erde wie der Himmel

 

Basel: Zytglogge, 2020
Biographisches

Inhaltsangaben

Heranwachsen im Dazwischen-Sein: Für die zehnjährige Ich-Erzählerin ist vieles nicht so, wie es sein sollte. Zwischen ihren Eltern herrscht ein Ungleich-gewicht, ihr Vater wird von der Nachbarin ignoriert und ständig wird sie ge-fragt, woher sie komme. Und warum wollen ihr eigentlich alle Menschen in die Haare fassen?

Ihre Mutter ist eine emanzipierte Schweizerin, ihr Vater ein stiller, entwurzelter Mann aus Sansibar, der als Koch arbeitet und nicht viel über seine Herkunft preisgibt. Nur, wenn er zuhause in der Küche steht, fühlt er sich seiner Heimat nahe und lässt andere über das Essen daran teilhaben. Dann verliert er die Arbeit. Immer mehr entfremdet er sich seiner Familie und dem Leben in der Schweiz. Die Erzählerin fühlt sich als in der Schweiz geborenes Schwarzes Kind ebenfalls zunehmend heimatlos. Anstatt sie zu unterstützen, will der Vater ihr einreden, dass die Schweiz auch nicht ihr Heimatland sei. [Quelle: Buchhaus.ch]